Die Philippsburg

Sitz des Europäischen Burgeninstituts    

Die Philippsburg wurde 

1568 -1571 

durch Landgraf Philipp II. von Hessen-Rheinfels

 erbaut.

Angeblich  hatte er die Grafschaft Hessen-Rheinfels von seinem Vater Philipp dem Großmütigen erhalten, weil er so gerne Wein trank.
Die mittelalterliche Marksburg erschien ihm zu unwohnlich, er ließ deswegen unterhalb des Burgbergs ein neues Residenzschloss errichten, die nach ihm benannte Philippsburg.

Tor zur Philippsburg

Dieses Renaissance-Schloss diente 1583 - 1602 als Witwensitz für seine Witwe Anna Elisabeth, bis 1643 Johann der Streitbare aus dem Hause Hessen-Darmstadt acht Jahre hier residierte. 
Den Hessen gelang es 1682 - 1689 mit der Verteidigung der Festung Rheinfels, auch die Marksburg und die Philippsburg vor der Zerstörung zu bewahren.

Innenhof der Philippsburg

Leider verfiel das Schloss in den folgenden Jahren, 
1802 - 1822 war das Schloss im Besitz des Herzogtums Nassau. 
Der westliche Wohnbau  musste in den Jahren 1804/05 neu gebaut werden.

360°-Panoramaansicht vom Hof

Johann Christian Heberlein kaufte den Komplex im Jahre 1822 und baute ihn zum Hotel aus.

Für den Bau der Bahnlinie mussten 1861 die Wehrbauten am Rhein, der "Muckenturm" und die Bauten um den Vorhof weichen.
Einzig der Treppenturm am westlichen Wohnbau und die Torgebäude mit den Fachwerkgiebeln sind erhalten geblieben.

Treppenturm der Philippsburg

Im Jahre 1997 hat die Deutsche Burgenvereinigung das Schloss gekauft, um es vor weiterem Verfall zu retten, und hier sein Burgeninstitut, das der Verein im Rahmen der fortschreitenden Einigung Europas in "Europäisches Burgeninstitut" umbenannte, untergebracht.
Der Burgenlehrpfad führt vom Schloss Philippsburg zur Marksburg.

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